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Tech Show Frankfurt 2026: Wachstum trotz zunehmender Herausforderungen

  • 18. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Unser Büroleiter Herr Wilberg und der Architekt Andri Buff besuchten die Tech Show Frankfurt 2026 und berichten über ihre Eindrücke sowie die wichtigsten Entwicklungen der Messe:

Die Tech Show Frankfurt 2026 war erneut gut besucht und bestätigte ihre Bedeutung als zentrale Plattform der Rechenzentrumsbranche. Zahlreiche namhafte Entwickler, Generalunternehmer sowie Hersteller aus unterschiedlichsten Bereichen waren vertreten. Besonders präsent waren internationale Anbieter aus China sowie Rechenzentrumsspezialisten aus Frankreich und den Niederlanden. Auch die GDA war wieder mit einem eigenen Stand vor Ort.

Die allgemeine Marktstimmung wurde als verhalten optimistisch wahrgenommen. Der Rechenzentrumsmarkt wächst weiterhin, wobei sich die meisten Entwicklungen auf die Regionen Frankfurt am Main und Berlin konzentrieren. Gleichzeitig drängen zunehmend Generalunternehmer ohne langjährige Rechenzentrumserfahrung in den Markt und realisieren erste Projekte. Auf Planungsseite dominieren weiterhin etablierte Unternehmen mit entsprechender Expertise.

Deutlich spürbar bleiben Kapazitätsengpässe und Fachkräftemangel – insbesondere in der TGA-Planung, aber auch im Bereich Tragwerksplanung. Darüber hinaus beschäftigen die Branche weiterhin Themen wie Versorgungssicherheit, steigende Grundstücks- und Energiekosten sowie die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Standorte in den etablierten Ballungsräumen.

Zunehmend diskutiert werden alternative Versorgungskonzepte. Einige Entwickler planen Rechenzentren mit eigener Energieversorgung, beispielsweise auf Gasbasis, um unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz zu werden.

Als weitere Wachstumshemmnisse wurden langsame Genehmigungsprozesse, hohe regulatorische Anforderungen, Finanzierungsschwierigkeiten sowie steigende Strompreise genannt. Gleichzeitig verschärfen sich Lieferengpässe bei kritischer Rechenzentrumstechnik wie Transformatoren, USV- und NEA-Systemen. Gründe hierfür sind unter anderem die hohe Nachfrage aus den USA sowie Produktionsverzögerungen bei Herstellern.

Auffällig war zudem die geringe Präsenz US-amerikanischer Investoren sowie fehlende Aussteller aus Großbritannien und Irland. Dennoch waren Vertreter dieser Märkte als Besucher auf der Messe präsent. Gesprächsstoff bot unter anderem das Rechenzentrumsprojekt von Schwarz Digits in Lübbenau, obwohl das Unternehmen selbst keinen eigenen Stand hatte.

Die Tech Show Frankfurt 2026 zeigte insgesamt deutlich: Der Markt bleibt dynamisch und wachstumsstark, steht jedoch zunehmend unter infrastrukturellem und personellem Druck.



 
 
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